
08.09.2007, 08:53
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Jüdisches Städtebild Wien
Kurzbeschreibung
Autorin: Dr. Martha Keil über ihr Buch
Jüdisches Städtebild Wien
Neue Zürcher Zeitung
Jüdisches Wien
Jdl. Den Juden gegenüber hat man sich in Wien wie auch anderswo über Jahrhunderte hinweg wechselweise mit scheinheiliger Toleranz verhalten oder mit jener handgreiflichen Intoleranz, für die letztlich Vertreibung und Deportation die Mittel der Wahl waren. Mehrfach wiederholt sich, wie die Judaistin Martha Keil im Vorwort zu dem von ihr herausgegebenen Buch «Jüdisches Städtebild Wien» festhält, ein Vorgang, der seinen finstersten Höhepunkt in den Konzentrationslagern des Nationalsozialismus hat. Die Fiktion von Hugo Bettauers «Stadt ohne Juden» wird zur Wirklichkeit, in die jüdische Exilanten wie Manès Sperber nach der Befreiung 1945 zurückkehren, um in Wien die «weitaus grösste Kleinstadt der Welt» zu finden. Das mit schlichten Photographien Erich Leonhards illustrierte Lesebuch jüdischer Schriftsteller ist die Geographie einer unheimlichen Stadt, in der heimisch zu werden nur selten gelingt. In Texten von Theodor Herzl, Arthur Schnitzler, Joseph Roth, Alfred Polgar, Elias Canetti, George Tabori oder Robert Menasse zeichnen sich, elegisch oder ironisch, Enklaven vorübergehenden Einverständnisses ab, in denen sich atmosphärisch das Bild einer Stadt entfaltet, die sich über mehr als ein Jahrhundert verändert und deren Konstanten dennoch vorhanden sind: Vom jüdischen Viertel Leopoldstadt bis zur vom Kitsch und von aller Tourismusseligkeit befreiten Kaffeehauskultur.
Produktinformation:
Gebundene Ausgabe: 254 Seiten
Verlag: Jüdischer Verlag; Auflage: 1 (1995)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3633541012
ISBN-13: 978-3633541010
Viel Vergnügen beim Schmökern wünscht
ggr Administrator
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Über die Autorin
Dr. Martha Keil ist Direktorin des Instituts für Geschichte der Juden in Österreich (INJOEST), Historikerin und Autorin mehrerer Sach- und Fachbücher. |
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