
23.10.2007, 16:32
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Unser Wien. "Arisierung" auf österreichisch
Kurzbeschreibung
Autoren: Tina Walzer, Stephan Templ
Unser Wien. "Arisierung" auf österreichisch.
Lebenslauf von Mag. Tina Walzer:
Historikerin und Autorin
Zahlreiche Publikationen zur österreichischen jüdischen Geschichte, u. a. Tina Walzer/Stephan Templ: „Unser Wien. ‚Arisierung‘ auf Österreichisch.“ Berlin: Aufbau Verlag 2001. Arbeiten zur Wiener jüdischen Bevölkerung und Erstellung einer biographischen Datenbank. Gutachten und Sanierungskonzepte für jüdische Friedhöfe in Österreich. Seit 1995 wissenschaftliche Bearbeitung des Währinger jüdischen Friedhofes und Vorbereitung der Sanierung. Derzeit in Kooperation mit der IKG Wien Arbeiten zu seiner historischen, bautechnischen und architektonischen Inventarisierung sowie Geschichte während der NS-Zeit (Projekt des Zukunftsfonds der Republik Österreich).
Link zu --> Initiative Währinger jüdischer Friedhof
Buchnotiz zu : Die Zeit, 13.12.2001
Eine "nützliche Provokation" und eine wichtige Grundlage für weitere Forschungsprojekte nennt Frank Bajohr diese "chronique scandaleuse" über Arisierungen in Wien, in der die Autoren Tina Walzer und Stephan Templ mehr als 350 Fallbeispiele anführen. In aller Deutlichkeit machten die Autoren deutlich, dass die Enteignung jüdischen Eigentums auch ein gesellschaftlicher Prozess war, aus dem die "Wiener Freunderlwirtschaft" ihren Vorteil zog - auch nach dem Krieg. Einzig mehr Systematik und mehr Analyse hätte sich Bajohr gewünscht. Als historische Fundgrube sei das Buch aber unbestritten ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Über die Enteignung österreichischer Juden: Die erste Publikation, die Akteure der Arisierung nennt. Das Erbe von Johann Strauss, die Kronenzeitung, das Ringstraßenpalais, Wagnervillen und Wurstelprater - viele Ikonen Wiens wurden 1938/39 "anständig enteignet" und bis heute nicht zurückgegeben. Die gesamte jüdische Bevölkerung Wiens wurde in beispielloser Weise bedroht, erniedrigt und vertrieben. Viele überlebten den Terror nicht. Die Lumpenbourgeoisie nahm in Besitz, was die "Kulturgroßmacht" bis heute als identitätsstiftende Trophäen verteidigt und stolz vermarktet. Die rassistischen Restitutionsgesetze, in den späten vierziger Jahren von hohen Nazi-Juristen und "Ariseuren" verfaßt, sind noch in Kraft. 1986, nach der Wahl Kurt Waldheims zum Präsidenten, wurden wichtige Restitutionsakten vernichtet. Ein neues Gesetz gibt nur jenen Geschädigten Chancen, die Geld für Anwälte haben. Bis heute weigert sich ein Teil der österreichischen Öffentlichkeit, die Juden als Opfer ernst zu nehmen und angemessen zu entschädigen. Die Autoren stellen am Beispiel von 250 Objekten die Methoden der Enteignung und der verweigerten Rückgabe dar. Sie schildern das Schicksal der Bestohlenen und nennen die "Ariseure" - ein Novum in Österreich. Die Recherchen stützen sich auf Gerichtsakten, Grundbücher, Pressemeldungen, Interviews, Autobiographien, Gesetzestexte, Nationalratsprotokolle und parlamentarische Anfragen.
Produktinformation:
Unbekannter Einband: 292 Seiten
Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 1 (August 2001)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351025289
ISBN-13: 978-3351025281
Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,7 x 3 cm
Viel Vergnügen beim Schmökern wünscht
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Über die Autorin
Mag. Tina Walzer Historikerin und Autorin. Zahlreiche Publikationen zur österreichischen jüdischen Geschichte. Siehe Lebenslauf oben. |
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